

Alicante (Spanien), 25. April 2009 - Derzeit schier unbezwingbar präsentiert sich Alberto Celestrin vom BSV Friedrichshafen bei den „A-Klasse“-Turnieren des europäischen Dachverbandes, der European Taekwondo Union (ETU). Bei den Spanish Open in Alicante dominierte er erneut seine Gewichtsklasse nach Belieben. Die übrigen vier BSV-Athleten um Trainer Markus Kohlöffel schieden in den Vorrundenkämpfen aus.
Nach Schweden, Holland, Hamburg und Belgien stand der Friedrichshafener Ausnahmeathlet Alberto Celestrin im spanischen Alicante wiederholt im Finale der A-Klassen-Turnierserie der ETU und machte seinen dritten internationalen Sieg perfekt. Noch kein Athlet vor ihm kann diese beeindruckende Bilanz im Herrenbereich vorweisen. Im Finale der Herren bis 80 Kilogramm zwang Alberto Celestrin den amtierenden spanischen Vizeeuropameister Nicolas Garcia Hemme, trotz mehr als spürbaren Heimvorteils seitens der Unparteiischen, allesamt Spanier, in die Knie und schaltete auch im Vorfeld zwei weitere Spanier, Fernando Rascado Rios und Manuel Danta Dominguez, aus, nachdem er Janguli Karchavava aus Israel und den Norweger Eirik Bratli in seine Sshranken weisen konnte.
Ebenfalls für Deutschland am Start war Boris Winkler bei den Herren bis 58 Kilogramm, betreut vom Häfler Herren-Bundestrainer Waldemar Helm. Boris Winkler musste gleich zu Beginn gegen den Spanier Birane Gueye die Segel streichen.
Helene Weingart, für die deutsche Nationalmannschaft kämpfend, zog mit einem Sieg über die Spanierin Eva Calvo Gomez bei den Damen bis 62 Kilogramm ins Viertelfinale ein, wo sie Tamara Good Willems aus Spanien, spätere Spanish Open-Siegerin und Studenten-Weltmeisterin 2008, nach anfänglich deutlicher Führung dennoch unterlag. Bei den Damen bis 49 Kilogramm verlor Jennifer Manz ihren Auftaktkampf gegen die Französin Yasmina Aziez. Im Viertelfinale der Jugend bis 46 Kilogramm war für Amely Möllenkamp gegen die Spanierin Matinez Ramirez Endstation.
„Mit Alberto Celestrin haben wir nunmehr neben Daniel Manz und unserem Vizeeuropameister Boris Winkler einen weiteren Olympiakandidaten in unseren Reihen, der sich aktuell unglaublich in Szene setzt und seine Konkurrenz zumindest in Europa beinahe schon einschüchtert“, freut sich Markus Kohlöffel über die starken Leistungen seines Schützlings.
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Drei Friedrichshafener bei den German Open in Hamburg im Finale
BSV Friedrichshafen bestes europäischeTeam
Hamburg, 4./5. April 2009 - Der fünfköpfige Vereinskader des BSV Friedrichshafen trumpfte bei den German Open in Hamburg einmal mehr auf. Drei seiner Sportler standen im Finale, zwei führen nunmehr die Europarangliste an und eine Sportlerin ist auf Platz zwei gelistet.
Bei den Herren bis 80 Kilogramm konnte Alberto Celestrin erneut Akzente setzen und unterlag lediglich im Finale dem kanadischen Olympiaqualifikationsturniergewinner auf Weltebene von 2007, Sebastien Michaud, mit 4:5. Eigentlich hatte es nach einem klaren Sieg für den Häfler ausgesehen, da er den Kanadier bis 30 Sekunden vor Schluss dominierte und mit 4:2 in Führung lag. Doch eine Unachtsamkeit Celestrins brachte den Kanadier auf 4:3 heran, das 4:4 folgte und kurz vor Kampfende gelang ihm gar noch der Siegtreffer. „Da war er sich seiner Sache schon zu sicher gewesen“, ärgerte sich Markus Kohlöffel über den „verschenkten Sieg“.
Zuvor war Celestrin über den Belgier Jozef Coremans (3:2), den Bulgaren Svilen Smilenov (K.O.-Sieg bei 5:0), den Venezuelaner Carlos Vasques (3:1) und den Polen Piotr Pazinski (5:1), der über den Olympiazweiten 2008 aus Italien, Mauro Sarmiento, ins Halbfinale vorgestoßen war, siegreich gewesen. Mit diesem Erfolg führt Alberto Celestrin unangefochten die Rangliste der Europäischen Taekwondo Union an und gehört mittlerweile zu den Weltbesten seiner Gewichtsklasse.
Ein weiterer Friedrichshafener sicherte sich mit dem Einzug ins Finale der German Open die Top-Position der Europarangliste, diesmal in der Herrenkategorie bis 58 Kilogramm. Boris Winkler, der Vizeeuropameister von 2008, war auch in Hamburg kaum zu bremsen. Er zog über den Österreicher Mohammed Öztürk, den Weißrussen Aliaksandr Ustsinau (3:0) und Roman Mücke per K.O.-Sieg beim Punktestand von 3:2 ins Finale ein, wo er verletzungsbedingt das Finale gegen den dreifachen Europameister Levent Tuncat nicht mehr antreten konnte.
Nummer Zwei in Europa ist aktuelle die Deutsche Meisterin Helene Weingart. Sie konnte auch bei den German Open in der Damenklasse bis 62 Kilogramm international überzeugen. Sie erreichte über die Schwedin Elin Johansson, die Mexikanerin Naulli Duenas (Sieg in der Verlängerung nach 2:2) und die Slowenin Spela Sinkovec (1:0) das Finale, wo sie sich Sirmagül Cikurlu geschlagen geben musste (1:2).
Jennifer Manz gewann ihren Erstrundenkampf gegen die Weißrussin Maiya Ufimtseva (7:0) und unterlag der Mexikanerin Laura Rojo (0:2) in der Damenklasse bis 49 Kilogramm. In der ersten Runde ausgeschieden war Amely Möllenkamp in der Jugend bis 44 Kilogramm gegen Zeynep Kivrak aus der Türkei (Sudden Death).
Der BSV Friedrichshafen belegte hinter dem Team aus Kanada den zweiten Platz in der Vereinswertung der German Open. „Es macht uns sehr stolz, dass wir als bestes europäisches Team abschneiden konnten“, so der BSV-Verantwortliche Markus Kohlöffel und peilt im kommenden Jahr den Gesamtturniersieg an.
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BSV-Athletin bezwingt Europameisterin und holt sich den Titel
Kaufbeuren, 28. Februar 2009 - Bei den Deutschen A-Jugendmeisterschaften in Kaufbeuren konnte sich Amely Möllenkamp einmal mehr in Szene setzen und griff nach ihrem ersten Deutschen Meistertitel. Samantha Salow komplettierte den BSV-Kader, blieb jedoch medaillenlos.
Anlässlich der diesjährigen Deutschen Meisterschaften der Jugend A kam es im Finale zur Neuauflage des Finalkampfes von vor zwei Wochen im schwedischen Trelleborg, wo die Friedrichshafenerin Amely Möllenkamp in der Gewichtsklasse bis 46 Kilogramm noch knapp das Nachsehen hatte. Dort zwang sie ihre Gegnerin Sümeyye Kahraahmet aus Wiesbaden, ihres Zeichenes Junioren-Europameisterin und Junioren-WM-Dritte, in die Verlängerung und unterlag nach einem erneuten Unentschieden nur dem Urteil der Kampfrichter. Diesmal konnte die BSV-Athletin triumphieren und sich ihren ersten Deutschen Meistertitel erkämpfen.
Gleich zu Beginn der ersten Runde des auf drei Mal zwei Minuten angesetzten Finalkampfes geriet Amely Möllenkamp durch einen furiosen Auftakt der Wiesbadenerin mit 0:1 in Rückstand, doch ließ sie sich dadurch taktisch nicht aus der Ruhe bringen und kam alsbald zu einer 2:1-Führung per Kopftreffer. Ein weiterer Spannkick zur Körpermitte brachte sie mit 3:1 in Führung - da konnten sie auch zwei Verwarnungen wegen Haltens im Clinch nicht mehr von ihrem Sieg trennen. Zuvor behielt sie gegen die Hildesheimerin Juwita Hübner (5:4), Anastasia Irmgrund aus Bayern (9:1) und Sinem Güldali aus Dachau (Kopftreffer in der Verlängerung nach 1:1) die Oberhand. In der Gewichtsklasse bis 42 Kilogramm musste sich Samantha Salow der späteren Deutschen Meisterin Sabrina Nölp vom Taekwondo Moo Duk Kwan aus Bayern geschlagen geben.
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Friedrichshafener Topathleten gewinnen europäisches A-Klasse Turnier
Trelleborg, 17. Februar 2009 - Bei den Trelleborg Open in Schweden griff der sechsköpfige Kader des Bodensee-Schulsport-Vereins (BSV) Friedrichshafen nach fünf Medaillen. Alberto Celestrin und Boris Winkler sicherten sich die Goldmedaille, Helene Weingart und Amely Möllenkamp erkämpften sich die Silbermedaille und Bronze ging an Jennifer Manz.
Über 800 Athleten fanden sich beim ersten von insgesamt zehn A-Klasse Turnieren der Europäischen Taekwondo Union diesen Jahres in Trelleborg, Schweden, ein. Alberto Celestrin, der 2007 und 2008 am Jahresende jeweils die Europarangliste anführen konnte, setzte in Trelleborg bereits erneut den Grundstock, auch 2010 zu den Mitfavoriten auf die Topplatzierung in seiner Gewichtsklasse zu zählen. Trotz Mittelhandfraktur, die er sich drei Wochen zuvor anlässlich des Creti Cups in Tübingen zugezogen hatte, konnte er sich bei den Herren bis 84 Kilogramm durchsetzen. Er bezwang den Litauer Sergej Paradnik (1:0), den Franzosen Hamid Moktar (2:0), den Dänen Anders Karisen (1:0) und im Finale den Norweger Kim Andre Gjedtjernet in der Verlängerung im Sudden Death.
In der Herrenklasse bis 58 Kilogramm marschierte Boris Winkler mit Siegen über den Dänen Phillip Reyes (Kampfrichterentscheid), den Litauer Aleksjs Bliznakors (Kampfrichterentscheid), den Belgier David Calabro (2:0) und Duran Kilic aus Deutschland (1:0). Auch er war krankheitsbedingt stark leistungslimitiert, da er sich vor gut zwei Wochen eine schmerzhafte, wirbelsäulennahe Entzündung eingefangen hat. Ebenfalls stark gehandicapt war Daniel Manz in der Herrenklasse bis 67 Kilogramm. Er musste nach zwei Siegen über den Belgier Yannick De Neubourg (3:0) sowie den Kroaten Martin Erdeljac (2:1) auf eine weitere Teilnahme verzichten, da seine Schmerzen im Sprunggelenk aufgrund eines im Vorfeld zugezogenen Bänderabrisses stark zugenommen hatten.
Im Finale der Damen bis 59 Kilogramm kam es zu einer Wiederauflage des Finales der Deutschen Meisterschaft zwischen der Häflerin Helene Weingart und der EM-Dritten Julia Swietkowiak. Als nach Ablauf der regulären Wettkampfzeit von drei mal zwei Minuten 1:1 unentschieden stand, ging es in die Verlängerung. Aber auch hier viel im Sudden-Death-Modus keine Entscheidung, so dass die Kampfrichter die Siegerin bestimmen mussten und die sich für die EM-Dritte entschieden. Zuvor triumphierte Helene Weingart über die Dänin Michelle Mollerup (6:0), die Schwedin Magdalena Fernlund (5:0) und die Deutsche Denise Rzeha (3:0).
Amely Möllenkamp zog in der Jugend bis 46 Kilogramm über die Niederländerin Kadhija Baroud (2:0) und die Schwedin Cassandra Lindblom (2:1) ins Finale ein, wo sie sich wie schon ihre Vereinskollegin Helene Weingart nach der Verlängerung per Kampfrichterentscheid der Junioren-Europameisterin Sümeyye Karaahmet beugen musste.
Bei den Damen bis 51 Kilogramm unterlag die Friedrichshafenerin Jennifer Manz im Halbfinale Melanie Hartung (1:0), nachdem sie die Irländerin Sinead Joyce (2:0 im Sudden Death) und die Kratin Marijana Bartolic (2:0) schlagen konnte.
Insgesamt gingen fünf Medaillen an den BSV Friedrichshafen - eine Ausbeute, die Trainer Markus Kohlöffel sehr zufrieden stellte: „An ein solches Ergebnis war im Vorfeld nicht zu denken gewesen, da wir mit einem halben Lazarett nach Schweden angereist waren und es bis kurz vor Wettkampfbeginn noch nicht feststand, wer überhaupt die Wettkampffläche betreten wird können.“
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Helene Weingart bezwingt EM-Dritte und holt sich den DM-Titel
Friedrichshafener Taekwondo-Sportlerin wird in Ingolstadt Deutsche Meisterin
Ingolstadt, 31.Januar 2009 - Am Wochenende fanden in der Saturn-Arena in Ingolstadt die Deutschen Meisterschaften der Damen und Herren sowie die der B-Jugend statt. Der Bodensee-Schulsport-Verein (BSV) Friedrichshafen war mit zwei Frauen und drei Mädchen am Start. Bei den Damen bis 59 Kilogramm sicherte sich Helene Weingart den Deutschen Meistertitel.
Ihren Auftaktkampf gegen die Gladbeckerin Morena Guicciardini gestaltete Helene Weingart souverän (7:0) und machte damit bereits deutlich, dass sie zu den heißen Titelanwärterinnen gehört. Im Anschluss zog sie mit ungefährdeten Siegen über die Swisttalerin Rahel Hakim (3:0) und Julia Uffelmann vom Taekwondo Freigericht aus Hessen (1:0) ins Finale ein, wo sie in einem bis zum Schluss spannenden Kampf gegen die Europameisterschaftsdritte von 2008, Julia Swietkowiak aus Wuppertal, die Nase vorne hatte (Sudden Death in der Verlängerung).
Bei den Damen bis 51 Kilogramm konnte Jennifer Manz ihren ersten Kampf gegen Nur Aygun aus Laar gewinnen (1:3), unterlag aber dann der Swisttalerin Carolyn Scharf (0:2) und blieb somit medaillenlos. Der Häfler Topfavorit auf den Deutschen Meistertitel in der Herrenklasse bis 67 Kilogramm, der Olympiafünfte Daniel Manz, konnte nicht antreten, da er sich ein Paar Tage zuvor einen Bänderriss im Sprunggelenk zugezogen hatte. Auch Vizeeuropameister Boris Winkler konnte aufgrund einer Entzündung an der Wirbelsäule bei den Herren bis 58 Kilogramm nicht die Wettkampffläche betreten.
In der B-Jugend bis 33 Kilogramm musste sich die durch eine Viruserkarnkung geschwächte Adriana Federici Simge Bagtas geschlagen. Sara Di Giovanni unterlag in der B-Jugend bis 37 Kilogramm der Pforzheimerin Tamara Nothaft und Alissa Lehmann musste sich in der B-Jugend bis 51 Kilogramm Jennifer Kaiser vom TB Regenstauf beugen.
„In der Jugend war uns bereits im Vorfeld klar, dass es bei deren ersten Deutschen Meisterschaft nur schwer zu einer Medaille reichen würde, dass wir aber so großes Verletzungspech bei den Herren im Vorfeld der Deutschen haben würden, ist schon sehr bedauerlich“, beklagt der BSV-Verantwortliche Markus Kohlöffel die verletzungs- bzw. erkrankungsbedingten Ausfälle seiner Schützlinge.
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Reutlingen, 2009 - Von zehn angetretenen Startern des Bodensee-Schulsport-Vereins (BSV) Friedrichshafen schafften beim Creti Cup in Reutlingen acht den Sprung auf das Siegerpodest: Zweimal Gold, viermal Silber und zweimal Bronze war die stolze Ausbeute um BSV-Trainer Waldemar Helm. Markus Kohlöffel war zeitgleich mit der schwedischen Mannschaft bei der Nordischen Meisterschaft in Reykjavic, Island.
Ganz oben in die Siegerliste eintragen konnte sich Tabea Salow in der C-Jugend bis 27 Kilogramm. Sie bezwang Gaia Calogiuri aus Italien (6:0), Janina Grünhagen (3:1) und Isabel Lungershausen (9:2). Ebenfalls nach der Goldmedaille konnte Adriana Federici über Patricia Eßreiter (4:1) und Julia Lelito (4:1) in der B-Jugend bis 33 Kilogramm greifen.
Silber ging an Giuliana Federici in der C-Jugend bis 30 Kilogramm. Nachdem sie über Merve Talan (5:1) und Elene Bampi aus Griechenland (4:2) triumphieren konnte, unterlag sie Ela Aydin (2:5). Nach Siegen über Sarah Schwartz (6:2), Anastasia Imgrund (8:0), musste sich Amely Möllenkamp in der A-Jugend bis 46 Kilogramm der Junioren-Europameisterin sowie Junioren-WM-Dritten, Sümeyra Kaarahmet, nur knapp mit 3:5 beugen. Bei den Damen bis 51 Kilogramm zog Jennifer Manz über Sandra Paris (4:3) und der Mailänderin Magda Mieno (7:0) is Finale ein, wo sie gegen eine österreichische Kaderathletin 3:4 hauchdünn die Segel streiche musste. Alberto Celestrin konnte aufgrund einer im Halbfinale gegen den Tschechen Tomas Hrdinen (9:2) zugezogenen Handverletzung das Finale der Herren bis 84 Kilogramm nicht mehr bestreiten und belegte somit Platz zwei.
In der B-Jugend bis 51 Kilogramm war Alissa Lehmann über die Italienerin Milena Latini mit 1:0 siegreich, musste jedoch in der Verlängerung (Sudden Death-Modus) ihres Halbfinalkampfes gegen Federica Gargane eine Niederlage einstecken. Gleichfalls im Halnfinale unterlegen war Samantha Salow ihrer Gegnerin aus Tschechien, Pavla Vackova (1:2).
Erstrundenniederlagen erlitten Helene Weingart bei den Damen bis 59 Kilogramm gegen die EM-Dritte Julia Swietkowiak (1:4) und Sara di Giovanni gegen Patrizia Wetzstein (2:3) in der B-Jugend bis 37 Kilogramm.
Am selben Wochenende hatte Markus Kohlöffel seinen ersten Einsatz als Cheftrainer des Schwedischen Taekwondo Verbands anlässlich der Nordischen Meisterschaft in Reykjavic, Island, wo das schwedische Team hinter Norwegen und Dänemark den dritten Platz belegte.
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Friedrichshafen, 14. Januar 2009 - Jetzt ist es offiziell: Der Häfler Taekwondo-Teamchef der deutschen Olympiamannschaft 2008, Markus Kohlöffel, ist seit dem 1. Januar 2009 Cheftrainer des Schwedischen Taekwondoverbands.
Bereits 2007 hatte der damalige Damen-Bundestrainer Markus Kohlöffel wissen lassen, dass er nach Beendigung des laufenden olympischen Zyklus (2005-2008) der Deutschen Taekwondo Union als Damen-Trainer nicht mehr zur Verfügung stehen werde.
Im Frühjahr 2008 trafen sich Vertreter des Spitzenverbands in Friedrichshafen, um über eine eventuelle neue Trainerkonstellation für die Olympiade 2009 bis 2012 zu beraten, die Markus Kohlöffel als möglichen Cheftrainer in Deutschland vorsah.
„Ich hatte schon ein Jahr zuvor festgestellt, dass meine Motivation nicht mehr die war, die sie zu Beginn meiner Bundestrainertätigkeit war“, erläutert Markus Kohlöffel, der seit Januar 2000 dem Bundestrainerstab der Deutschen Taekwondo Union angehörte. „Wie soll ich Höchstleistungen und Freude am Hochleistungssport vermitteln, wenn ich selbst bemerke, dass mein eigener Antrieb nachlässt?“ So habe er sich entschieden Olympia 2008 noch voll anzugehen, um sich danach zu verändern und durch eine neue Aufgabe „neuen Schub“ zu bekommen.
Zudem wartet mit der Realisierung des Taekwondo Competence Centers (TCC) in Friedrichshafen eine große Aufgabe auf ihn. Dies sei ein weiterer wichtiger, wenn nicht gar der ausschlaggebendste Grund für seine Entscheidung gewesen. Bei einer Fortführung seiner Bundestrainertätigkeit hätte er weiterhin einen Löwenanteil seiner Arbeit für die Nationalmannschaft aufbringen müssen, als mehr steuernder Cheftrainer wäre die Arbeitsintensität und der dazugehörige Aufwand weg vom Standort Friedrichshafen überschaubarer gewesen. Jedoch sah die letztendliche Trainerstruktur in Deutschland keine Cheftrainerposition vor, so dass er sich in einem Angebot für eine derartige Position in Schweden verwirklicht sah und sieht.
Der Friedrichshafener Diplom-Trainer freut sich auf die vielen neuen Herausforderungen, die dort auf ihn warten, u. a. die Sprache, Kultur, das Schaffen leistungssportlicher Rahmenbedingungen und der dazugehörigen Strukturen sowie den Aufbau eines schlagkräftigen Olympiakaders für 2012. Das schwedische Taekwondo-Olympiateam schnitt in Peking sogar erfolgreicher als das deutsche ab, so dass Markus Kohlöffel auch in Schweden auf bereits international erfahrene Athleten zurückgreifen kann.
Markus Kohlöffel begann 1986 mit dem Taekwondosport, übernahm 1991 die Geschicke der Taekwondo-Abteilung des Bodensee-Schulsport-Vereins (BSV) Friedrichshafen, gründete 2001 das erste Taekwondo-Internat Deutschlands, wurde 2003 neben Felix Magath vom Landessportverband Baden-Württemberg als Trainer des Jahres ausgezeichnet und brachte es bis dato auf 166 Medaillen bei Deutschen Meisterschaften, darunter 68 Titel, sieben Europa- als auch Weltmeisterschaftsmedaillen, inklusive drei Titel und einen fünften Platz bei den Olympischen Spielen 2008. Hinzu kommt, dass der BSV Friedrichshafen für die Olympischen Spiele 2004 eine Athletin im Olympiakader hatte sowie für 2008 zwei Athleten und eine weitere Athletin im Perspektivteam, was bisher noch keinem Verein in Deutschland gelungen ist.
Als Nachwuchs-Bundestrainer wurde er 2003 Junioren-Europameister, 2004 Vierter bei den Junioren-Weltmeisterschaften und, ab 2005 für den Damenbereich verantwortlich, 2006 Vizeeuropameister, 2008 Europameister und belegte mit zwei neunten Plätzen bei den Olympischen Spielen in Peking das beste Ergebnis aller Zeiten für die Deutsche Taekwondo Union. Des Weiteren war Markus Kohlöffel bei der Weltmeisterschaft 2003 als Generalsekretär und 2001 bei der Poomse-Europameisterschaft, 2004 bei der Militär-Weltmeisterschaft sowie 2006 bei der Europameisterschaft in der Organisation für die Deutsche Taekwondo Union tätig. Für seine Verdienste um den Leistungssport bekam er von der Deutschen Taekwondo Union die goldene Ehrennadel und den 6. Dan verliehen.
Darüber hinaus hat er seit 2006 einen Lehrauftrag an der Exzellenzuniversität Konstanz inne und wird zusammen mit der Uni Konstanz im Rahmen des TCC Friedrichshafen ein Institut für Hochleistungssport und Bewegungsdiagnostik gründen.
Und nun tritt er als erster ehemaliger deutscher Bundestrainer einen Job als Cheftrainer im Ausland an…
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